19 March 2026, 10:01

Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch neue EU-Agrarreform

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten zeigt den Prozentsatz von Bauernmärkten, die SNAP-Gelder im Jahr 2013 akzeptieren, nach Counties aufgeteilt.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch neue EU-Agrarreform

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drohen künftig jährliche Verluste von über 160 Millionen Euro an EU-Fördergeldern. Die Kürzungen ergeben sich aus geplanten Änderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die Zahlungen für größere Betriebe deckeln und reduzieren soll. Agrarminister Till Backhaus warnte, dass diese Einschnitte schwerwiegende Folgen für die ländliche Wirtschaft der Region haben könnten.

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Die GAP der EU wird seit 2023 überarbeitet, wobei der Druck wächst, die Agrarhaushalte ab 2028 zu kürzen. Klimaherausforderungen, demografische Verschiebungen und die Notwendigkeit von Krisenreserven – etwa für Dürren, Überschwemmungen oder Tierseuchen – zwingen die Politik zum Umdenken. Diskutiert wird auch, Landwirte stärker über marktbasierte Maßnahmen an den Umweltschutzkosten zu beteiligen, doch konkrete Alternativen für nachhaltige Subventionen fehlen bisher.

Über 1.000 Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern wären von den geplanten Kürzungen direkt betroffen. Backhaus betonte die zentrale Rolle der GAP für die ländliche Entwicklung und kritisierte die aktuellen Vorschläge als praxisfern. Zudem verwies er auf jüngste Gerichtsurteile, die bei Landwirten zu Unsicherheit über Düngeregeln in nitratbelasteten Gebieten geführt hätten.

Auf einer anstehenden Konferenz wollen Backhaus und Vertreter Brandenburgs für klarere, rechtssichere Düngeregelungen kämpfen. Der Minister forderte zügige Anpassungen, um den Landwirten inmitten der anhaltenden rechtlichen und finanziellen Unsicherheit dringend benötigte Planungssicherheit zu geben.

Die geplanten EU-Kürzungen könnten die Agrarsubventionen in ganz Europa um hunderte Millionen schmälern. Allein Mecklenburg-Vorpommern stünde ein jährlicher Verlust von 160 Millionen Euro bevor, der tausende Betriebe träfe. Ohne überarbeitete Politiken oder alternative Finanzierungsmodelle drohen den ländlichen Gemeinden der Region in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Belastungen.

Quelle