06 May 2026, 14:08

Medikamentenpreise bleiben bis 2026 gedeckelt – Entlastung für Versicherte

Blauer Hintergrund mit wei├čer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen sch├Ątztlich 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten."

Medikamentenpreise bleiben bis 2026 gedeckelt – Entlastung für Versicherte

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Preisdeckelung und die verpflichtenden Herstellerrabatte für verschreibungspflichtige Medikamente bis 2026 verlängert. Mit der Maßnahme sollen steigende Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verhindert und die Beitragssätze stabilisiert werden. Ohne diese Regelungen würden die Zusatzbeiträge für Versicherte voraussichtlich bereits im nächsten Jahr weiter ansteigen.

Durch die Preisdeckelung und die Rabatte konnten im Jahr 2024 bereits Einsparungen von 2,19 Milliarden Euro für das GKV-System erzielt werden. Würden die Maßnahmen aufgehoben, könnte der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz bis 2026 auf 2,9 Prozent klettern. Das BMG betonte, dass die Beibehaltung dieser Kostendämpfungsinstrumente entscheidend sei, um die Krankenversicherung für die Mitglieder bezahlbar zu halten.

Nach dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz können zwar weiterhin Preise für neue Arzneimittel verhandelt werden, die unter §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs fallen. Die allgemeine Preisdeckelung bleibt jedoch für die meisten verschreibungspflichtigen Medikamente bestehen. Eine Ausnahme bilden Immunglobuline, bei denen die Beschränkungen gelockert wurden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Pharmaunternehmen, die unter finanziellen Belastungen leiden, können Befreiungen von den gesetzlichen Rabattpflichten beantragen. Das Arzneimittel-Lieferengpassvermeidungs- und -verbesserungsgesetz (ALVVG) erlaubt zudem eine Preiserhöhung von bis zu 50 Prozent bei Kinderarzneimitteln und Medikamenten, bei denen Lieferengpässe drohen. Darüber hinaus sieht ein 2018 eingeführter Inflationsausgleichsmechanismus vor, dass die Unternehmen 2025 Entlastungen in Höhe von 170 Millionen Euro und 2026 voraussichtlich 79 Millionen Euro erhalten.

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Die Verlängerung der Preisdeckelung und der Rabatte wird den finanziellen Druck auf das GKV-System weiter verringern. Dadurch dürften die Beitragssätze stabiler bleiben. Pharmafirmen behalten jedoch die Möglichkeit, über Ausnahmen und gezielte Preisanpassungen Entlastung zu erlangen.

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