Mynaric AG kämpft ums Überleben und plant Insolvenzantrag bis Februar
Greta SchulzMynaric AG kämpft ums Überleben und plant Insolvenzantrag bis Februar
Mynaric AG steht vor Insolvenzantrag
Der deutsche Hersteller von Laserkommunikationssystemen für Satelliten, Mynaric AG, will in den kommenden Tagen Insolvenzschutz beantragen. Das Unternehmen, das Technologien an Konzerne wie Northrop Grumman und Rocket Lab liefert, steckt nach einer drastischen Korrektur seiner Umsatzprognose für 2024 in schweren finanziellen Turbulenzen. Statt der ursprünglich erwarteten 60 Millionen Euro rechnet Mynaric nun nur noch mit 14,1 Millionen Euro.
Laut aktuellem Stand beliefen sich die Barmittel des Unternehmens zum 31. Januar 2025 auf lediglich 8,4 Millionen Euro. Gläubiger hatten zwar eine einwöchige Fristverlängerung gewährt und die Rückzahlungsfrist auf den 7. Februar verschoben, doch die Lage bleibt prekär. Zwar hatte Mynaric zuvor drei Überbrückungskredite in Höhe von insgesamt 21,5 Millionen Euro erhalten, doch nun verhandelt das Unternehmen über ein viertes Darlehen, um die geplante Restrukturierung voranzutreiben.
Mynaric ist spezialisiert auf Laserterminals für die datenübertragung im Weltraum und zählt zu seinen Kunden auch das Raumfahrtunternehmen York Space. Dennoch haben sich die finanziellen Probleme in den letzten Monaten zugespitzt. Der massive Einbruch bei den Umsatzerwartungen hat das Unternehmen an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht.
Ob Mynaric eine Zukunft hat, hängt nun davon ab, ob es zusätzliche Finanzmittel akquirieren oder seine Schulden umstrukturieren kann. Die Fortführung des Betriebs steht und fällt mit dem Ausgang der laufenden Kreditverhandlungen – die Entscheidung muss bis zum 7. Februar fallen.






