05 May 2026, 16:17

Nouripour kritisiert Deutschlands zögerliche Iran-Politik als gefährliche Passivität

Detailierte Wandkarte des iranisch-sowjetischen Grenzverlaufs, zeigt Länder, Grenzen, geografische Merkmale und zusätzliche Textinformationen.

Nouripour kritisiert Deutschlands zögerliche Iran-Politik als gefährliche Passivität

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die aktuelle Iran-Politik Deutschlands scharf kritisiert. Er wirft der Regierung vor, zu passiv zu agieren und zentrale Fragen in der instabilen Region ungelöst zu lassen.

Nouripour verwies auf die eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus, wo der Iran nach Berichten gezielt zivile Frachtschiffe angegriffen haben soll. Er betonte, dass es in dem Gebiet keine offizielle Waffenruhe gebe, und bezeichnete die Lage als inakzeptabel. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der europäische Staaten nach Wegen suchen, auf das zunehmend selbstbewusstere Vorgehen Irans zu reagieren.

Der Grünen-Politiker warf Außenminister Johann Wadephul (CDU) zudem vor, keine klaren Entscheidungen zu treffen. Nouripours Kritik zielt darauf ab, dass sich die deutsche Iran-Politik auf bloße Reaktionen beschränke, statt proaktiv zu handeln. Er warnte, die iranische Führung gehe mittlerweile davon aus, in Verhandlungen die stärkere Position innezuhaben.

Als Gegenmaßnahme forderte Nouripour die europäischen Staaten, die direkt von Irans Verhalten betroffen sind, auf, eigenständige Initiativen zu ergreifen. Notwendig seien neue diplomatische Anstrengungen, um eine weitere Destabilisierung der Region zu verhindern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Kritik Nouripours unterstreicht die wachsenden Bedenken gegenüber Deutschlands Rolle im Umgang mit dem Iran. Sein Appell für europäisch geführte Verhandlungen spiegelt die Frustration über die aktuelle Pattsituation wider. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt ein drängendes Problem – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Quelle