Revolutionärer Katalysator soll Wasserstofftransport effizienter machen
Finn KleinRevolutionärer Katalysator soll Wasserstofftransport effizienter machen
Neues Forschungsprojekt zielt auf effizientere Verflüssigung von Wasserstoff mit fortschrittlichen Katalysatoren ab
Die C&CS Catalysts and Chemical Specialties GmbH und die Technische Universität Dresden (TU Dresden) haben eine Partnerschaft geschlossen, um eine zentrale Herausforderung beim Transport von grünem Wasserstoff zu lösen. Im Rahmen des Vorhabens soll der Verlust durch Verdampfung verringert werden – derzeit gehen bei der Langstreckentransport bis zu einem Drittel des verflüssigten Wasserstoffs verloren.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines bifunktionalen Katalysators, der die Umwandlung von Ortho- zu Para-Wasserstoff während der Verflüssigung beschleunigt. Dadurch sollen Energieverluste reduziert und der sogenannte Boil-off-Effekt minimiert werden, bei dem erhebliche Mengen Wasserstoff verdampfen. Während C&CS für Design, Herstellung und Testung der Katalysatoren verantwortlich ist, überprüft die TU Dresden deren Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit bis zu 236.525 Euro gefördert und läuft im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), das von der AiF Projekt GmbH verwaltet wird. Wie Dr. Julius Nickl, Geschäftsführer von C&CS, betont, werde die neue Technologie dazu beitragen, grünen Wasserstoff zugänglicher und energieeffizienter zu machen.
Als nächster Schritt sollen die Katalysatoren in Pilot-Kryokühlsysteme integriert werden. Nach erfolgreichen Tests wird die Technologie für die kommerzielle Nutzung vorbereitet – ein potenzieller Meilenstein für die Effizienz von Wasserstoffspeicherung und -transport.
Bei Erfolg könnte das Projekt zu geringeren Energieverlusten und einer verbesserten Wasserstofflogistik führen. Durch die Reduzierung der Verdampfungsverluste könnte das neue Katalysatorsystem die breitere Nutzung von grünem Wasserstoff vorantreiben. Die Markteinführung soll nach Abschluss der Pilotversuche in Kryokühlsystemen folgen.






