Schulleiter lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Ida LangSchulleiter lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Ein Schulleiter in Bremerhaven hat eine Spende von 150 Euro von Jan Timke für Schwimmkurse abgelehnt – aus politischen Gründen. Timke hatte die Kosten übernehmen wollen, nachdem bekannt geworden war, dass der Schule die Mittel für den Unterricht fehlen.
Jan Timke, Gründer der Protestbewegung Bürger in Wut – die später in Bündnis Deutschland aufging –, sprang ein, um zu helfen. Seine Partei ist derzeit nur im Bremer Landtag vertreten. Er bot an, die 150 Euro selbst zu zahlen, damit die Kinder am Schwimmunterricht teilnehmen könnten.
Der Schulleiter lehnte das Angebot ab und begründete dies mit einer Unvereinbarkeit zwischen Timkes Werten und dem gesellschaftlichen Leitbild der Schule. Timke wurde daraufhin mitgeteilt, man habe einen anderen Spender gefunden. Daraufhin warf er dem Schulleiter vor, Schulen zu politisieren, und forderte ein Ende solcher Praktiken.
Zudem kritisierte Timke den Schulleiter, persönliche Ansichten über die Bedürfnisse der Kinder zu stellen. Er lud gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven ein, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro stattdessen nutzen könnten.
Die Spende bleibt von der Schule ungenutzt, Timkes Angebot an gemeinnützige Einrichtungen steht weiterhin. Der Streit zeigt die Spannungen zwischen politischen Zugehörigkeiten und der Finanzierung von Bildung auf.






