24 April 2026, 04:03

Sexismus-Debatte vor Leipzig gegen Union: Warum eine Trainerin die Fußball-Welt spaltet

Schwarzes und weißes Foto einer Frauenfußballmannschaft der 1940er Jahre, die auf einer Bühne stehen, lächeln und Stöcke halten, mit einer bemalten Wand und Text unten.

Sexismus-Debatte vor Leipzig gegen Union: Warum eine Trainerin die Fußball-Welt spaltet

Marie-Louise Eta, die erste Trainerin in der Geschichte der deutschen Männer-Bundesliga, steht vor dem Freitagsspiel zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin im Zentrum einer Online-Kontroverse. Der Streit entzündete sich nach einem Austausch auf Social Media zwischen den beiden Vereinen, der schnell sexistische Kommentare und Verurteilungen von offizieller Seite nach sich zog.

Anpfiff der Partie ist am Freitag um 20:30 Uhr MEZ im Leipziger Stadion; die Übertragung übernimmt live Sky.

Auslöser der Debatte war ein Tweet von Union Berlin über die bevorstehende Reise nach Leipzig. RB Leipzig reagierte darauf mit der Veröffentlichung von Fotos aus dem Jahr 2022, die Eta – heute Co-Trainerin bei Union Berlin – während ihres Praktikums beim Verein zeigen. Die Bilder zeigten sie mit Spielern von RB Leipzig und dem damaligen Chefcoach Marco Rose, begleitet von der Bildunterschrift: "Euer Chefcoach fand nicht nur die Stadt ganz nett…"

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Eta selbst hatte die gleichen Aufnahmen bereits im Januar 2023 auf Instagram in ihrem Jahresrückblick geteilt. Doch der aktuelle Post löste eine Welle sexistischer Kommentare aus, die RB Leipzig zurückwies. Der Verein verwies zudem auf die bereits vorhandenen Frauen in Führungspositionen innerhalb der Organisation.

Etas Ernennung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga hat zu einer Flut von Hasskommentaren im Netz geführt. Der Direktor für Profifußball bei Union Berlin, Horst Heldt, verurteilte die Angriffe scharf. RB Leipzig betonte unterdessen, man freue sich auf ihre Rückkehr und erinnerte an ihr Praktikum unter Marco Rose Ende 2022 im Rahmen ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung.

Der Vorfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit Sexismus im Fußball. Beide Vereine haben sich öffentlich geäußert: Union Berlin verurteilte die Hetze, RB Leipzig verteidigte seinen Beitrag. Das Spiel am Freitag findet nun unter verstärkter Beobachtung statt – insbesondere, wie Frauen in Trainerrollen im Fußball behandelt werden.

Quelle