19 April 2026, 20:02

Sicherheitsgefühl im UK: Warum wir uns nachts in Städten fürchten – und wann die Angst berechtigt ist

Eine U.S.-Karte, die die Gewaltverbrechen pro 100.000 Einwohner pro Staat anzeigt, mit dunkleren Schattierungen für höhere Verbrechensraten und zusätzlichen Datendetails unten.

Sicherheitsgefühl im UK: Warum wir uns nachts in Städten fürchten – und wann die Angst berechtigt ist

Die meisten Menschen im Vereinigten Königreich fühlen sich zu Hause und in ihrer Nachbarschaft sicher – über 90 Prozent geben ein solches Sicherheitsgefühl an. Dennoch variieren die Wahrnehmungen von Gefahr je nach Tageszeit, Ort und individuellen Umständen. Eine neue Analyse zeigt, wo Ängste mit tatsächlichen Kriminalitätsrisiken übereinstimmen – und wo nicht.

Öffentliche Räume bei Dunkelheit lösen das stärkste Unsicherheitsgefühl aus. Viele Menschen fühlen sich allein in schlecht beleuchteten oder abgelegenen Gebieten unsicher, besonders nachts. Diese Angst ist besonders ausgeprägt an Orten wie Bahnhöfen, wo sich subjektive Bedrohungswahrnehmung und tatsächliche Kriminalitätsraten überschneiden.

Gebiete mit sichtbarem Verfall – etwa Müll, Graffiti oder marode Infrastruktur – werden oft als "Angsträume" bezeichnet. Solche Umgebungen verstärken die Besorgnis, selbst wenn die Kriminalstatistiken nicht immer mit dieser Wahrnehmung übereinstimmen. In städtischen Gebieten, wo Anonymität und Bevölkerungsdichte höher sind, kommt es häufiger zu Straftaten als auf dem Land, wo die Gelegenheiten für Delikte geringer sind.

Gewaltkriminalität bleibt ein Problem: Fast drei von zehn Vorfällen im Jahr 2024 ereigneten sich im öffentlichen Raum. Junge Männer tauchen in den Täterstatistiken am häufigsten auf, während Studien zentrale Risikofaktoren für Jugendgewalt aufzeigen. Dazu zählen Gewalt in der Kindheit sowie der Umgang mit Gleichaltrigen, die abweichendes Verhalten zeigen.

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Die Kluft zwischen Angst und Realität hängt von Alter, Geschlecht und Wohnort ab. Zwar fühlen sich die meisten in vertrauter Umgebung sicher, doch lösen öffentliche Räume bei Nacht weiterhin Unbehagen aus. Ein besseres Verständnis dieser Muster könnte sowohl die Kriminalprävention als auch Maßnahmen zur Beruhigung der Bevölkerung gezielter gestalten.

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