18 February 2026, 14:06

Siemens leitet Quantencomputing-Projekt Q-GeneSys für die Industrie der Zukunft

Eine Zeichnung einer Maschine mit zahlreichen Rohren und Zahlen, mit dem Text "Berechnung einer Compute" oben und unten.

Siemens leitet Quantencomputing-Projekt Q-GeneSys für die Industrie der Zukunft

Quantum Computing für den industriellen Alltag: Das Projekt Q-GeneSys

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Ein neues Forschungsprojekt will Quantencomputing in die tägliche industrielle Praxis bringen. Unter dem Namen Q-GeneSys wird die Initiative von der Siemens AG geleitet und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Das Team verbindet Quantenphysik mit KI-gestützten Lernverfahren, um komplexe industrielle Herausforderungen schneller und effizienter zu lösen.

Zum Q-GeneSys-Konsortium gehören neben der Siemens AG das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), die IQM Germany GmbH sowie die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg. Gemeinsam entwickeln sie Methoden, um Quantencomputing in realen Anwendungsbereichen einzusetzen – von der Moleküldesign bis zur industriellen Automatisierung.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der Energieverteilung in intelligenten Stromnetzen und der Gebäudeautomation durch Quantensysteme. Zudem erforscht das Projekt, wie Quantencomputing die Erstellung komplexer 3D-Designs und neuer chemischer Verbindungen beschleunigen kann. Durch die Verbindung von Quantenphysik mit generativer KI soll die Entwicklungszeit verkürzt und der Ressourcenverbrauch gesenkt werden.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben wird im Rahmen des BMFTR-Programms "Anwendungsorientiertes Quantencomputing" finanziert. Die Forscher haben bereits industrielle Datensätze gesammelt, um ihre Ansätze zu testen und zu verfeinern. Ihr Ziel ist es, die Lücke zwischen klassischen Supercomputern und den erweiterten Möglichkeiten von Quantensystemen zu schließen und die Technologie für Unternehmen praxistauglicher zu machen.

Bei Erfolg könnte Q-GeneSys ganze Branchen revolutionieren, indem es schnellere und präzisere Modellierungen sowie Problemlösungen ermöglicht. Die Ergebnisse des Projekts könnten zu intelligenterem Energiemanagement, optimierten Fertigungsprozessen und Durchbrüchen in der Materialwissenschaft führen. Die Arbeit des Konsortiums soll mindestens bis 2027 laufen.