Spritpreise explodieren: Hormus-Sperre und Methan-Streit belasten Flugverkehr und EU-Energiepolitik
Mila MüllerSpritpreise explodieren: Hormus-Sperre und Methan-Streit belasten Flugverkehr und EU-Energiepolitik
Spritpreise steigen stark an: Sperrung der Straße von Hormus stört globale Lieferketten
Die Preise für Flugtreibstoff sind nach der Schließung der Straße von Hormus stark angestiegen, da die globale Schifffahrt massiv beeinträchtigt wird. Der Konflikt im Iran hat eine wichtige Handelsroute blockiert, sodass Fluggesellschaften keine andere Wahl bleibt, als unrentable Verbindungen zu streichen. Gleichzeitig gerät Europas Energiesystem durch die eskalierende Krise unter neuen Druck.
Die Sperrung der Straße von Hormus trifft den Markt für Flugkraftstoff hart. Normalerweise decken Importe aus dem Nahen Osten etwa 20 Prozent des europäischen Bedarfs – nun kämpfen Fluggesellschaften, Raffinerien und Regierungen um alternative Bezugsquellen.
Deutschland und EU-Staaten wehren sich gegen geplante Methan-Regeln
Deutschland hat sich mit anderen EU-Ländern gegen die geplanten Vorschriften der Union zur Begrenzung von Methanemissionen bei importiertem Öl und Gas gestellt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, Berlin brauche mehr Zeit, um die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten abzusichern. Mittlerweile fordern zwölf Regierungen eine dreijährige Verschiebung der Methanbestimmungen.
EU-Energiekommissar Dan Jorgensen hingegen besteht darauf, dass die aktuellen Regelungen bereits ausreichend flexibel seien und nicht geändert würden. Die Europäische Kommission versucht, Klimaziele mit praktischen Erfordernissen in Einklang zu bringen, und schlägt vor, Strafen für Unternehmen auszusetzen, die gegen die Vorschriften verstoßen. Unterdessen warnen Energielieferanten außerhalb Europas, darunter die USA, dass das Gesetz die Gaslieferungen in die EU gefährden könnte.
Zudem äußert Deutschland Bedenken gegen eine EU-Verordnung, die ab 2027 die Einfuhren von Erdölprodukten – darunter auch Kerosin – einschränken könnte. Die Methanregeln bleiben ein Streitpunkt; die Minister bereiten sich auf Debatten über die vorgeschlagene Fristverlängerung vor. Fluggesellschaften, Raffinerien und Regierungen müssen sich nun gleichzeitig auf steigende Treibstoffkosten und sich wandelnde Vorschriften einstellen.
