Steigende Netzentgelte belasten deutsche Haushalte und Netzbetreiber
Greta SchulzSteigende Netzentgelte belasten deutsche Haushalte und Netzbetreiber
Deutsche Haushalte kämpfen mit steigenden Stromkosten durch höhere Netzentgelte
Die Belastung für deutsche Verbraucher wächst, da die Netzentgelte weiter ansteigen. Die jüngste Erhöhung, die der Übertragungsnetzbetreiber TenneT 2017 bekannt gab, hat Sorgen über die finanziellen Folgen der Energiewende verstärkt. Kleine Netzbetreiber warnen mittlerweile vor erheblichen Verlusten – bedingt durch strengere Regulierung und steigende Ausgaben.
In den vergangenen drei Jahren sind die Netzentgelte für einen durchschnittlichen Haushalt um 37 Euro pro Jahr gestiegen. 2017 verschärfte sich die Lage, als TenneT seine Gebühren um 80 Prozent anhob. Ein Grund für die steigenden Kosten liegt in der Energiewende, die die Ausgaben für die Netzstabilisierung in die Höhe getrieben hat.
Allein 2015 kostete die Aufrechterhaltung der Netzstabilität über eine Milliarde Euro – wobei TenneT 70 Prozent dieser Summe trug. Gleichzeitig hat die Bundesnetzagentur ab 2018/2019 die erlaubten Gewinnmargen der Netzbetreiber gekürzt. Branchenexperten halten jedoch dagegen, dass die tatsächlichen Margen weiterhin über den offiziell ausgewiesen 9,05 Prozent liegen könnten.
Die gesenkten Gewinnobergrenzen könnten den Unternehmenswert kleinerer Betreiber um bis zu 35 Prozent mindern. Während die Netzentgelte steigen und die Regulierung strenger wird, wächst der finanzielle Druck auf Anbieter und Verbraucher gleichermaßen.
Höhere Kosten und schrumpfende Margen verändern die deutsche Energielandschaft Die Haushalte müssen weiterhin mit steigenden Belastungen rechnen, während kleine Netzbetreiber mit möglichen Verlusten konfrontiert sind. Treibende Kraft hinter diesen Entwicklungen bleibt die anhaltende Energiewende – und die damit verbundenen Kosten.






