Tankrabatt endet am 30. Juni – was Autofahrer jetzt wissen müssen
Die vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer, bekannt als Tankrabatt, endet wie geplant am 30. Juni. Die Bundesregierung hatte eine Verlängerung des Rabatts ausgeschlossen. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann verteidigte die Entscheidung trotz der jüngsten Preisschwankungen.
Im Mai und Juni war die Steuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter reduziert worden. Die Maßnahme sollte Autofahrer in einer Phase hoher Spritpreise entlasten. Auf dem Höhepunkt der Krise, als die Spannungen zwischen dem Iran und den USA die Preise in die Höhe trieben, kostete der Liter Kraftstoff bis zu 2,50 Euro.
Aktuell liegt der Durchschnittspreis für Benzin in Sachsen-Anhalt bei etwa 1,80 Euro pro Liter, Diesel kostet rund 1,70 Euro. Willingmann räumte ein, dass der Rabatt eine spürbare Entlastung gebracht habe, warnte jedoch, dass die geopolitischen Risiken weiterhin bestünden.
Der Minister begrüßte zugleich separate Pläne für eine Einkommensteuerreform, die Gering- und Mittelverdiener entlasten soll. Gleichzeitig kritisierte er die Bundesregierung dafür, in der Krise keine schärferen Übergewinnsteuern für Mineralölkonzerne eingeführt zu haben. Zudem wiederholte er seine Forderung nach einer Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel.
Eine Verlängerung des Tankrabatts über den Juni hinaus gibt es nicht – Autofahrer müssen bald wieder den vollen Steuersatz zahlen. Dennoch liegen die Preise weiterhin unter den Höchstständen der vergangenen Monate. Willingmann setzt sich weiterhin für umfassendere Maßnahmen ein, um die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern.
