Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47 Millionen Euro Lottogewinn – und fliegt auf
Finn KleinLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn verloren - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47 Millionen Euro Lottogewinn – und fliegt auf
Ein Tankstellenmitarbeiter in München ist verurteilt worden, nachdem er den Lottogewinn eines Kunden in Höhe von 1,477.777 Euro unterschlagen hatte. Der Betrug flog auf, als Beamte Unstimmigkeiten bei der Auszahlungsanforderung feststellten. Der 31-Jährige gestand seine Schuld vor Gericht, woraufhin er eine Bewährungsstrafe erhielt.
Der Vorfall ereignete sich im Juli 2024 während der Ziehung von Spiel 77. Ein Kunde hatte einen Gewinnschein an der Tankstelle liegen lassen, an der der Angestellte arbeitete. Statt den Käufer zu informieren, belog der Mitarbeiter ihn und behauptete, es gebe keinen Gewinn. Der Kunde verließ die Tankstelle, ohne zu ahnen, dass er über 1,4 Millionen Euro gewonnen hatte.
Der Angestellte versuchte daraufhin, das Geld selbst bei der Lottozentrale in München abzuholen. Doch die Beamten entdeckten Unregelmäßigkeiten im Auszahlungsverfahren. Ihre Ermittlungen deckten die Täuschung auf und enthüllten den Versuch des Mitarbeiters, sich den Gewinn anzueignen.
Der Fall kam im März 2026 vor dem Amtsgericht München zur Verhandlung. Der Angeklagte bekannte sich des Betrugs schuldig und erhielt eine 15-monatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Aus den Gerichtsakten ging zudem hervor, dass er aufgrund seiner Tätigkeit berufsbedingt von der Teilnahme am Lotto an seinem Arbeitsplatz ausgeschlossen war. Der ursprüngliche Gewinner konnte bis heute nicht ermittelt werden – der Gewinn bleibt damit unausgezahlt.
Die Bewährungsstrafe erfolgte nach dem Geständnis des Betrugs. Der gestohlene Lottogewinn wurde nicht zurückerstattet, und der wahre Gewinner hat sich nie gemeldet. Über die Reaktion des Kunden auf den Fall oder das Urteil liegen keine öffentlichen Informationen vor.






