Titisee-Neustadt plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung ohne Zwang für Bürger
Mila MüllerTitisee-Neustadt plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung ohne Zwang für Bürger
Titisee-Neustadt bereitet die Einführung eines neuen kommunalen Wärmeplans bis April 2026 vor. Der Plan zielt darauf ab, die Wärmeversorgung der Stadt innerhalb der nächsten 15 Jahre vollständig klimaneutral zu gestalten. Zwar wird die Strategie die künftige städtische Entwicklung prägen, sie schreibt jedoch keine direkten rechtlichen Vorgaben für einzelne Projekte vor.
Der Wärmeplan skizziert eine klare Roadmap für die Umgestaltung der Energieinfrastruktur der Stadt. Bis 2040 will Titisee-Neustadt die CO₂-Emissionen im Wärmesektor vollständig eliminieren, wobei wichtige Meilensteine bereits für 2030 vorgesehen sind. Den Anfang macht eine detaillierte Analyse des aktuellen Wärmebedarfs, der Versorgungsnetze sowie des Potenzials für Energieeinsparungen.
Erneuerbare Energien bilden das Rückgrat der Wende. Der Ausbau der Windenergie ist Teil der Strategie, ebenso wie weitere klimafreundliche Lösungen. Die Stadt hat bereits erste Sofortmaßnahmen identifiziert, darunter energetische Sanierungen im Stadtteil Neustadt, den Ausbau des Fernwärmenetzes sowie die Modernisierung öffentlicher Gebäude.
Die Erarbeitung des Plans kostet rund 72.000 Euro, wobei der Großteil der Ausgaben durch öffentliche Fördermittel gedeckt wird – eine Entlastung für den städtischen Haushalt.
Der Wärmeplan wird als langfristige Entscheidungsgrundlage für die Energiepolitik Titisee-Neustadts dienen, ohne private Vorhaben strengen Auflagen zu unterwerfen. Nach der Verabschiedung 2026 legt er den Grundstein für ein klimaneutrales Wärmesystem bis 2040. Erste Schritte wie Gebäudesanierungen und Netzausbau sollen bereits in Kürze beginnen.






