19 March 2026, 22:01

Weber weist AfD-Kooperationsvorwürfe scharf zurück – doch Abstimmungsüberschneidungen bleiben rätselhaft

Altes 19. Jahrhundert Europa-Karte, die politische Teilung zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Manfred Weber: AfD ist 'absolut giftige Partei' - Weber weist AfD-Kooperationsvorwürfe scharf zurück – doch Abstimmungsüberschneidungen bleiben rätselhaft

EPP-Vorsitzender Manfred Weber hat Vorwürfe einer strukturierten Zusammenarbeit mit der deutschen Rechtspopulistenpartei AfD im Europäischen Parlament entschieden zurückgewiesen. Die Debatte war erneut aufgeflammt, nachdem Berichte auf gelegentliche übereinstimmende Abstimmungen zwischen beiden Gruppen in Fragen wie Migrations- und Agrarpolitik hingewiesen hatten.

Weber hat seine christdemokratische Fraktion wiederholt von der AfD distanziert und sie als eine "absolut giftige Partei" bezeichnet, während er gleichzeitig die Notwendigkeit eines geeinten, aber wehrhaften Europas betonte.

Aktuelle Berichte deuteten auf engere Verbindungen zwischen der CDU/CSU-Gruppierung – die Teil der EVP ist – und der AfD hin, als bisher eingeräumt wurde. Weber wies jedoch jede systematische Kooperation zurück und bestritt, dass es formelle Absprachen gebe. Die EVP hält an einer strikten "Quarantäne" gegen rechtsextreme Gruppen fest, einschließlich der AfD.

Gelegentliche Überschneidungen bei Abstimmungen gab es etwa bei den Änderungen zum EU-Migrationspakt 2024, als sich einige EVP-Abgeordnete mit der AfD in der Opposition zusammenfanden. Ähnliche Übereinstimmungen zeigten sich in den Debatten 2023–2024 über die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Dennoch wurden bis 2026 keine gemeinsamen Initiativen oder offizielle Partnerschaften dokumentiert.

Weber stellte die Haltung der AfD zur nationalen Souveränität infrage und argumentierte, ihre Politik untergrabe die europäische Einheit. Zwar bezeichnete er Migration als ein prägendes Thema für Europa, betonte jedoch die Notwendigkeit kontrollierter Grenzen und der Rückführung abgelehnter Asylbewerber – Positionen, die er nicht mit der AfD in Verbindung bringt. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, die EVP habe sich nach rechts bewegt oder AfD-Positionen übernommen. Seine Fraktion stehe weiterhin für "mainstream-konservative Werte".

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Trotz vereinzelter übereinstimmender Abstimmungen lehnt die EVP weiterhin jede formelle Zusammenarbeit mit der AfD ab. Webers Haltung unterstreicht den Widerstand des Blocks gegen rechtsextremen Einfluss in der EU-Entscheidungsfindung. Migration und Agrarpolitik bleiben umstrittene Themen, doch eine offizielle Kooperation zwischen den beiden Gruppen existiert nicht.

Quelle