Wiener Festwochen 2025: Rekordbesuch trotz künstlerischer Höhen und Tiefen
Greta SchulzWiener Festwochen 2025: Rekordbesuch trotz künstlerischer Höhen und Tiefen
Die Wiener Festwochen 2025 verzeichneten mit über 196.000 Besuchern einen Rekordandrang. Fast zwei Drittel der Gäste strömten zur Eröffnung auf den Heldenplatz. Das Programm bot eine Mischung aus gefeierten Aufführungen und bemerkenswerten Enttäuschungen.
Als einer der stärksten Beiträge des Festivals galt Angélica Liddells Seppuku: Die Beisetzung Mishimas oder die Lust am Sterben. Auch Patti Smiths Auftritte und Florentina Holzingers Pfingstspiel wurden als seltene Glanzpunkte gefeiert.
Brigitta Muntendorfs Der Tag davor entwickelte sich zu einem kraftvollen Statement gegen Gewalt. Thorsten Lensings Tanzende Idioten erntete großen Beifall, besonders für Ursina Lardis Darstellung einer todkranken Frau.
Nicht alle Produktionen überzeugten: Milo Raus Republik der Götter enttäuschte trotz seines Einflusses auf die soziopolitischen Debatten des Festivals. Gob Squads interaktives Stück Doppelgänger über Doppelgänger verfehlte die Erwartungen des Publikums. Auch Nestervals Nibelungen-Saga-Inszenierung blieb blass, ebenso wie Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 und Susanne Kennedys Parsifal.
Mit fast 130.000 Besuchern allein zur Eröffnung setzte das Festival einen neuen Besucherrekord. Während Werke wie die von Liddell und Holzinger begeisterten, hinterließen andere das Publikum unberührt. Die Festwochen festigten ihren Ruf als bedeutendes kulturelles Großereignis – wenn auch mit durchwachsenen künstlerischen Ergebnissen.






