WM-Fieber im Büro: Kollegen wetten mit Döner und Benzin statt Geld
Büroflure werden zur inoffiziellen Wettannahmestelle für die WM
Aus der Halle 4 ist eine improvisierte Wettbörse für die Weltmeisterschaft geworden. Kollegen setzen auf Spielausgänge – nicht mit Geld, sondern mit ungewöhnlichen Einsätzen wie Döner-Spieße, volle Benzintanks oder Sommerreifen. Die Begeisterung hat sogar Familienmitglieder angesteckt: Gegen Gebühr wird für den Erfolg der deutschen Mannschaft gebetet.
Der Autor selbst hat für das Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao 37 Wetten mit Kollegen abgeschlossen. Weitere 37 folgten für die Partie Kroatien gegen Ghana. Urlaub während des Turniers? Fehlanzeige – die Wettaktivitäten erfordern volle Präsenz.
Auch die Tochter des Autors, Hatice, unterstützt das Team – für fünf Euro pro halbe Stunde Gebet. Ihre Bemühungen, kombiniert mit zusätzlichen „Investitionen“ der Kollegen, schienen sich auszuzahlen, als Deutschland Curaçao mit 7:1 deklassierte. Trotzdem erkennt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Wetten und Gebete des Autors nicht als offiziellen Beitrag zum Mannschaftserfolg an.
Doch das Wettsystem läuft auf Hochtouren: Für jedes WM-Spiel werden Dutzende neuer Wetten abgeschlossen, die Einsätze bleiben kreativ, und das Büro ist durchgehend besetzt. Der starke Start der deutschen Mannschaft heizt die Stimmung unter den Hobby-Buchmachern nur noch weiter an.
