Zwei Bergsteiger nach Seilpanne am Oberreintalschrofen gerettet
Zwei Bergsteiger saßen auf dem Oberreintalschrofen fest – einem 2.523 Meter hohen Gipfel an der deutsch-österreichischen Grenze in den Wettersteingebirgen. Das Duo geriet am Sonntag, dem 21. September, in die Bredouille, nachdem sich ihr Seil beim Abseilen über die Ostverschneidung-Route verklemmt hatte.
Die Kletterer hatten ihre Tour zwar abgeschlossen, fanden jedoch nicht den richtigen Abstieg. Als sie sich stattdessen fürs Abseilen entschieden, blieb das Seil im sechsten Stand hängen, sodass sie sich nicht mehr von der Stelle bewegen konnten. Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen wurde alarmiert und startete trotz sich verschlechternder Wetterbedingungen sofort eine Rettungsaktion.
Wegen der Wettervorhersage und der unzureichenden Sommerausrüstung der Bergsteiger war eine nächtliche Rettung unvermeidbar. Vier Retter wurden direkt zum Unglücksort geschickt. Sie erreichten die beiden Gestrandeten – die unverletzt geblieben waren – und brachten sie sicher zur Oberreintalhütte.
Dieser Vorfall folgte einer weiteren Rettungsaktion nur wenige Tage zuvor: Am Donnerstag wurden drei Bergsteiger 200 Meter unter dem Gipfel der Zugspitze blockiert und litten an Unterkühlung. Der Bergrettungsdienst Ehrwald in Tirol griff ein und brachte sie mit der Tiroler Zugspitzbahn ins Tal.
Beide Einsätze endeten ohne schwere Verletzungen der Kletterer. Die Vorfälle unterstreichen die Gefahren des Alpenbergsteigens, insbesondere bei plötzlichen Wetterumschwüngen. Die Bergrettungsteams in der Region bleiben für ähnliche Notfälle in Bereitschaft.






