28 April 2026, 00:06

Bartsch attackiert SPD-Pläne: Schuldenbremse für Militärausgaben soll fallen

Deutsches Auslandsdarlehen-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, bedruckt mit Text und numerischen Denominationen auf altem Papier.

Bartsch attackiert SPD-Pläne: Schuldenbremse für Militärausgaben soll fallen

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, hat einen Vorschlag zur Aufnahme zusätzlicher Kredite für Militärausgaben scharf kritisiert. Der Plan, vorgelegt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch, sieht vor, die Schuldenbremse speziell für verteidigungsbezogene Kosten im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran auszusetzen. Bartsch argumentiert, ein solcher Schritt vertiefe die finanzielle Instabilität, ohne dringend notwendige Reformen anzugehen.

Bartsch warnte, dass die Überschreitung der Kreditgrenzen für sogenannte "außergewöhnliche Notsituationen" Gelder von essenziellen Investitionen abziehe. Er betonte, dass die bestehende Staatsverschuldung bereits nicht die versprochenen Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheitswesen und sozialen Zusammenhalt gebracht habe. Die Hinzunahme kriegsbedingter Ausgaben, so Bartsch, würde das Problem nur verschärfen.

Der Linken-Politiker warf der aktuellen Bundesregierung zudem vor, Wahlversprechen gebrochen zu haben. Die Handlungen der Regierung entsprächen nicht mehr den im Wahlkampf gemachten Zusagen – insbesondere bei strukturellen Reformen. Bartsch bezeichnete die Lage als entscheidenden Wendepunkt, an dem eine falsche Verwaltung der Sondervermögen das Land in ernste Schwierigkeiten stürzen könnte.

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Er lehnte die Aussetzung der Schuldenbremse allein für Militärausgaben entschieden ab. Schulden, so Bartsch, dürften nur für klar definierte Zwecke aufgenommen werden – nicht als pauschale Lösung für Verteidigungskosten. Ohne echte Reformen, warnte er, blieben sozialer Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität weiter gefährdet.

Bartschs Ablehnung des SPD-Vorschlags unterstreicht die wachsenden Spannungen in der Finanzpolitik. Seine Bedenken konzentrieren sich auf den Missbrauch von Krediten und den Stillstand bei den versprochenen Reformen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob Militärausgaben Vorrang vor langfristigen strukturellen Investitionen haben sollten.

Quelle