KNDS plant Mega-Börsengang 2026 mit 20 Milliarden Euro Bewertung
KNDS, einer der größten europäischen Rüstungskonzerne, treibt die Pläne für seinen Börsengang im Jahr 2026 entschlossen voran. Das Unternehmen strebt eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an – ein Wert, der jüngste Börseneinführungen in der Verteidigungsbranche deutlich übertrifft. Trotz Verzögerungen bei anderen Militärprojekten bleibt der Zeitplan für den Börsengang unverändert.
Der Rüstungsmarkt zeigt derzeit eine starke Nachfrage nach neuen Börsengängen. So ging das Unternehmen Vincorion am 20. März 2026 in Frankfurt mit einer Bewertung von 850 Millionen Euro an die Börse. Die Czechoslovak Group (CSG) feierte ebenfalls in diesem Jahr ihr Debüt in Amsterdam und erreichte eine Marktkapitalisierung von 3,8 Milliarden Euro. KNDS zielt nun darauf ab, beide zu übertreffen und einen der größten Börsengänge der europäischen Rüstungsindustrie der jüngeren Geschichte zu realisieren.
Im vergangenen Jahr verzeichnete KNDS einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro bei einem Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen, plant das Unternehmen, seine Produktionskapazitäten zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Zudem haben jüngste Maßnahmen der deutschen Regierung zur Beschleunigung von Rüstungsexportgenehmigungen dazu beigetragen, die Lieferzeiten für KNDS-Aufträge zu verkürzen.
Obwohl das Hauptkampfpanzer-System (MGCS)-Projekt Verzögerungen erfahren hat und nun erst für 2045 erwartet wird, bleibt der Börsengang davon unberührt. KNDS hat bestätigt, dass es unabhängig von Programmrückschlägen am geplanten Termin für 2026 festhält.
Bei einem erfolgreichen Börsengang würde sich KNDS als führender Akteur in der europäischen Rüstungsindustrie positionieren. Die angestrebte Bewertung von 20 Milliarden Euro spiegelt den soliden Auftragsbestand und die expansiven Wachstumspläne wider. Schnellere Exportverfahren und die hohe Marktnachfrage untermauern zudem die Wachstumsstrategie des Unternehmens.






