16 March 2026, 04:03

Massenprotest: Tausende Apotheken schließen am 23. März 2026 für bessere Finanzierung

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, hält Schilder und Plakate hoch und sitzt in der vorderen Reihe auf einem Objekt, während sie an einem Protest in Deutschland teilnehmen.

Massenprotest: Tausende Apotheken schließen am 23. März 2026 für bessere Finanzierung

Tausende Apotheken in ganz Deutschland werden am 23. März 2026 ihre Türen schließen – als Teil eines bundesweiten Protests. Besitzerinnen und Besitzer sowie Mitarbeiter fordern dringend Reformen bei der Finanzierung und den Arbeitsbedingungen. Geplant sind Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München. Die Aktion richtet sich gezielt an die Politik, nicht an die Arbeitgeber, und markiert einen seltenen, abgestimmten Aufstand der Branche.

Der von der ABDA und den Apothekerverbänden organisierte Protest fordert eine sofortige Erhöhung der Vergütungen – konkret soll das Honorar auf 9,50 Euro pro Rezept angehoben werden. Die Apothekeninhaber warnen, dass die chronische Unterfinanzierung zu flächendeckenden Schließungen führen könnte, falls die Reformen ausbleiben. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verhinderung von Regierungsplänen für Apotheken ohne Apothekerinnen oder Apotheker, darunter Vorschläge für PTA-geführte Filialen und vereinfachte Abgabestellen.

Ob eine Apotheke am Protesttag schließt, entscheidet jede Geschäftsführung selbst. Falls geschlossen wird, müssen die Mitarbeiter dennoch bezahlt werden, und Arbeitgeber dürfen sie weder zum Mitmachen bei den Kundgebungen zwingen noch die ausgefallenen Stunden nacharbeiten lassen. Allerdings können während der Schließung Aufgaben wie Inventur oder Bürotätigkeiten anfallen. Die Notdienste bleiben aufrechterhalten, sodass Patientinnen und Patienten weiterhin über die Bereitschaftsapotheken mit dringend benötigten Medikamenten versorgt werden.

Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um einen direkten Appell an die Politik. Die Apothekenteams fordern die Umsetzung der versprochenen Gebührenerhöhungen sowie bessere Arbeitsbedingungen. Da es keine gesetzliche Pflicht gibt, geöffnet zu bleiben, sehen viele Inhaber im Schließen ihrer Apotheken das wirksamste Mittel, um Druck aufzubauen.

Der Protest wird zu massenhaften Apotheken-Schließungen und Demonstrationen in vier Großstädten führen. Die Mitarbeiter erhalten weiterhin ihr Gehalt, und die Notversorgung bleibt gewährleistet. Ob die Aktion erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob die Politik auf die Forderungen nach höheren Vergütungen und besseren Regelungen reagiert.

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