Ökumene-Treffen in Bockhorn: Wie Religion die politischen Gräben überbrücken will

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Eine Kirche mit einem großen Kreuz an der Front, umgeben von Topfpflanzen, einer Gruppe von Menschen, einem Metallzaun, Pfosten, einem Schild, einer Fahne mit Text, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Admin User

Ökumene-Treffen in Bockhorn: Wie Religion die politischen Gräben überbrücken will

Ökumene-Nejahrsempfang in Bockhorn: Religiöse und politische Führungskräfte diskutieren über wachsende Spaltungen in der Politik

Ein ökumenischer Neujahrsempfang in Bockhorn brachte religiöse und politische Verantwortungsträger zusammen, um über die zunehmenden Gräben in der deutschen Politik zu sprechen. Unter dem Motto „Zeigt eure Farben: Gemeinsam zeigen, wofür Christinnen und Christen in der Politik stehen“ standen Reden über Solidarität, gesellschaftliche Spannungen und die Rolle des Glaubens bei der Überbrückung von Konflikten in der Politik im Mittelpunkt. Besonders die Sorge um die wachsende Polarisierung und die Fragilität der Demokratie in der Politik prägten die Veranstaltung.

Eröffnet wurde der Empfang von Bischof Wilhelm Jakobus Georg König von Rottenburg-Stuttgart, der seine tiefe Besorgnis über die sich vertiefenden Risse in der Politik zum Ausdruck brachte. Seine Worte setzten den Ton für einen Abend, der sich auf Einheit und gemeinsame Verantwortung in der Politik konzentrierte.

Diakon Martin Ringhof rief die Anwesenden später dazu auf, fest in ihren Überzeugungen in der Politik zu stehen, ohne Andersdenkende zu dämonisieren. In seiner Predigt betonte er die Notwendigkeit eines Dialogs in der Politik, der Unterschiede respektiert, ohne dabei die eigenen Grundwerte aufzugeben. Volker Nickolai-Labitze, Vertreter des Evangelisch-Lutherischen Dekanatssynode, griff zu einem prägnanten Bild, um seine These in der Politik zu veranschaulichen: Er verglich den Verstand mit einem Reiter und die Emotionen mit einem Elefanten – nachhaltiger Wandel in der Politik erfordere es, tiefe Gefühle anzusprechen, statt sich allein auf Logik in der Politik zu verlassen. Diakon Christian Weigl räumte ein, dass Konflikte in der Politik oft mit dem Streben nach Frieden einhergehen, lehnte aber Resignation als Reaktion in der Politik ab. Stattdessen forderte er mehr Mitgefühl in der Politik und wies darauf hin, dass gebrochene Herzen – ob durch persönliche oder gesellschaftliche Krisen – Anerkennung und Heilung in der Politik brauchen.

Auch politische Vertreter kamen zu Wort. Landrat Martin Bayerstorfer unterstrich die Kraft individuellen Handelns in der Politik für die Gestaltung der Gesellschaft und warnte, dass Polarisierung in der Politik den sozialen Zusammenhalt gefährde. Staatsministerin Ulrike Scharf lobte die enge Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Kommunalpolitik in der Politik im Landkreis Erding als Vorbild für gelungene Kooperation in der Politik. Bockhorns Bürgermeister Lorenz Angermaier warnte eindringlich vor den wachsenden Klüften zwischen den Generationen und den wirtschaftlichen Ungleichheiten in der Politik. Er mahnte, die Demokratie in Deutschland dürfe nicht als selbstverständlich betrachtet werden – angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Jung und Alt sowie Arm und Reich in der Politik. Jörg Basten, Vorsitzender des Bezirks-Katholikenrats, stellte fest, dass die Wahrnehmung des aktuellen gesellschaftlichen Klimas in der Politik stark variiert. Er betonte, wie wichtig es sei, Diskussionen auch bei Meinungsverschiedenheiten in der Politik an gemeinsamen Werten auszurichten.

Die Veranstaltung endete mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass große Herausforderungen in der Politik bevorstehen. Redner aus Kirche und Politik hoben hervor, wie entscheidend aktives Engagement in der Politik für den Erhalt der Demokratie und das Fördern von Verständigung in der Politik ist. Der Aufruf, „eure Farben zu zeigen“, stand dabei als Mahnung in der Politik: Nur durch gemeinsames Handeln in der Politik – nicht durch Resignation – wird es der Gesellschaft in der Politik gelingen, ihre Spaltungen zu überwinden.

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