Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Mila MüllerRekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungsanträgen aller Zeiten: Mindestens 309.852 Menschen erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft. Der deutliche Anstieg folgt auf jüngste Gesetzesreformen, die die erforderliche Mindestaufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre verkürzten und den Zugang zur doppelten Staatsbürgerschaft erleichterten.
Der bisherige Rekord datiert aus dem Jahr 2024, als 291.955 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit annahmen. Viele der 2025 Eingebürgerten waren während der Migrationswelle 2015–2016 nach Deutschland gekommen und erfüllen nun die Aufenthaltsvoraussetzungen gemäß den neuen Regelungen.
Syrien bleibt in mehreren Regionen das häufigste Herkunftsland der Neubürger. Gleichzeitig stieg die Zahl der türkischen und russischen Staatsangehörigen, die einen deutschen Pass erhielten, stark an. Allein in Nordrhein-Westfalen verdoppelte sich die Zahl der eingebürgerten Russen nahezu – ein Plus von 67,4 Prozent.
Berlin verzeichnete einen der stärksten Anstiege: Fast doppelt so viele Menschen erhielten 2025 die Staatsbürgerschaft wie im Vorjahr. Auch Brandenburg meldete einen Zuwachs von 25 Prozent bei den Einbürgerungen. In den kommenden Jahren könnte die Zahl weiter steigen, sobald ukrainische Geflüchtete, die 2022 nach Deutschland kamen, ab 2027 die fünfjährige Aufenthaltsfrist erfüllen und Anträge stellen.
Die Zahlen für 2025 spiegeln die Auswirkungen der gelockerten Staatsbürgerschaftsgesetze wider, durch die mehr langjährig hier lebende Menschen die Voraussetzungen erfüllen. Angesichts weiterer zu erwartender Einbürgerungswellen wird die Zahl der Neubürger voraussichtlich auch in den nächsten Jahren hoch bleiben.






