Stichwahl in Neuburg: Grüner Herausforderer gegen CSU-Kandidat um Bürgermeisteramt
Greta SchulzStichwahl in Neuburg - CSU-Kandidat liegt hinter Grünem zurück - Stichwahl in Neuburg: Grüner Herausforderer gegen CSU-Kandidat um Bürgermeisteramt
Neuburg an der Donau wählt in zwei Wochen den Bürgermeister in einer Stichwahl
Kein Kandidat erreichte in der ersten Runde die absolute Mehrheit, daher kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Neuburg an der Donau. Gerhard Schoder, unterstützt von Grünen und SPD, führte mit 38,4 Prozent der Stimmen. Nun trifft er auf den CSU-Bewerber Matthias Englhuber, der 32,7 Prozent erhielt.
Fünf Kandidaten hatten sich um die Nachfolge des langjährigen Amtsinhabers Bernhard Gmehling beworben, der das Amt über 20 Jahre innehatte. Der 67-jährige Bürgermeister, der von 2008 bis 2020 zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten absolvierte, trat diesmal nicht mehr an.
Schoders Einzug in die Stichwahl markiert seinen zweiten Versuch – vor sechs Jahren hatte er gegen Gmehling verloren. Diesmal kandidierte er sowohl für die Grünen als auch für die SPD und vereinte damit die Unterstützung zweier großer Parteien. Bei einem Sieg würde er zum zweiten Grünen-Bürgermeister Bayerns werden.
Englhuber, der für die CSU antritt, steht nun vor einem engen Rennen gegen Schoder. Die Wahl wird entscheiden, ob die Stadt nach Jahrzehnten unter CSU-Führung künftig von einer grün geführten Verwaltung regiert wird.
Die Stichwahl wird über Neuburgs nächsten Bürgermeister entscheiden – ein Duell zwischen Schoders progressivem Bündnis und Englhubers konservativem Kurs. Der Sieger wird Gmehlings Nachfolge antreten und damit eine über zwei Jahrzehnte währende Ära beenden.