21 March 2026, 18:01

Stichwahlen in Bayern: München und Nürnberg entscheiden über Machtverhältnisse am 22. März

Eine Gruppe von Menschen mit Protestschildern und Transparenten vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, vor einem Hintergrund von Gebäuden mit Fenstern und Schildern in Deutschland.

Stichwahlen in Bayern: München und Nürnberg entscheiden über Machtverhältnisse am 22. März

In Bayern gehen die Kommunalwahlen in die entscheidende Phase – die Stichwahlen am 22. März stehen bevor. Bei diesen Abstimmungen werden wichtige Rennen in Großstädten wie Nürnberg und München entschieden. Besonders im Fokus steht die Oberbürgermeisterwahl in München, wo Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) gegen Dominik Krause (Grüne) antritt.

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Die Freien Wähler (FW), angeführt von Hubert Aiwanger, haben mit ihrer Interpretation der Wahlergebnisse für Diskussionen gesorgt. Laut offiziellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik erreichte die Partei bei den Kreis- und Stadtratswahlen in 25 Städten und 71 Landkreisen 12,1 Prozent der Stimmen. Diese Auszählung umfasst jedoch nur Kandidaten, die unter der offiziellen FW-Kennziffer (Nr. 02) angetreten sind.

Aiwanger argumentiert, dass viele FW-nahe Bewerber stattdessen als unabhängige "Wählervereinigungen" kandidiert hätten. Werden diese Stimmen – immerhin 8,2 Prozent – mitgerechnet, läge seine Partei insgesamt auf Platz zwei, so seine Behauptung. Das Landesamt für Statistik widerspricht dieser Lesart: Nur Kandidaten unter dem FW-Label zählten als Freie Wähler.

Ein Beispiel ist Florian Wiedemann, Landrat des Landkreises Bayreuth. Er trat unter der "Freien Wählergemeinschaft Landkreis Bayreuth (FWG)" (Nr. 06) an, wird aber offiziell nicht als FW-Kandidat geführt. Dennoch betont er seine Zugehörigkeit zur Partei. Die amtlichen Ergebnisse bleiben davon unberührt – die Freien Wähler verbleiben auf Platz fünf.

Die endgültigen Resultate, einschließlich der Münchner Oberbürgermeisterwahl, stehen erst nach den Stichwahlen am 22. März fest. Das Statistische Landesamt hat klargestellt, dass weder Nachberechnungen noch alternative Auslegungen die Ergebnisse verändern werden.

Die Stichwahlen am 22. März entscheiden über die endgültigen Sieger in Bayerns wichtigsten Kommunalrennen. Anschließend werden die offiziellen Ergebnisse veröffentlicht, ohne dass weitere Anpassungen zu erwarten sind. Die Forderung der Freien Wähler nach einer besseren Platzierung bleibt ohne Auswirkungen auf die dokumentierten Resultate – gezählt werden ausschließlich Kandidaten unter der FW-Kennziffer.

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