Wie der Personenkult um Diktatoren bis heute nachwirkt – ein Film über Nürnberger Prozesse enthüllt Psychologie der Macht
Wie der Personenkult um Diktatoren bis heute nachwirkt – ein Film über Nürnberger Prozesse enthüllt Psychologie der Macht
Ein neuer Film über die Nürnberger Prozesse wirft ein aufschlussreiches Licht auf die Psychologie diktatorischer Macht
Der Streifen, der sich mit den Nürnberger Prozessen auseinandersetzt, bietet eine faszinierende Perspektive auf die Mechanismen absoluter Herrschaft. Basierend auf den Arbeiten des Psychiaters Douglas Kelley vertritt er die These, dass nicht allein Ideologie oder Gewalt, sondern der Personenkult um den Führer extreme politische Hingabe schürt. Angesichts des Aufstieg populistischer Führer, die bis heute bedingungslose Loyalität ausnutzen, sind die Themen des Films erschreckend aktuell.
Douglas Kelley, ein US-amerikanischer Militärpsychiater, untersuchte während der Nürnberger Prozesse den geistigen Zustand der NS-Führungselite. In seinem 1947 erschienenen Buch „22 Zellen in Nürnberg“ hielt er seine Erkenntnisse fest – darunter Gespräche mit Figuren wie Hermann Göring. Kelley kam zu dem Schluss, dass diese Männer nicht nur durch Terror, sondern durch die Vergötterung ihrer eigenen Autorität an Macht gewannen.
Der Film greift diese Idee auf und argumentiert, dass Ideologie allein ihren Einfluss nicht erklärt. Stattdessen zeigt er, wie Narzissmus und die Forderung nach bedingungslosem Gehorsam einen Teufelskreis der Verehrung erzeugen. Diktatoren inszenieren sich als unersetzlich und verwandeln Politik in ein Schauspiel absoluter Kontrolle. Kelleys Warnung, dass ein Führer, der Kritik nicht duldet, die Schrecken des Zweiten Weltkriegs wiederholen könnte, stieß in den USA zunächst auf Ablehnung. Aktuelle Analysen bestätigen diese Sorge: Weder strategisches Geschick noch brutale Gewalt garantieren langfristigen Machterhalt. Die Geschichte lehrt, dass viele Tyrannen schnell aufsteigen – und genauso schnell stürzen.
Dabei verharmlost der Film keineswegs die Rolle des Terrors in Diktaturen. Doch er vertritt die These, dass Gewalt allein die fast religiöse Verehrung dieser Herrscher nicht erklärt. Ihre Fähigkeit, gleichzeitig Faszination und Hass zu wecken, offenbart eine tiefere psychologische Dynamik.
Die zentrale Aussage des Films – dass blinde Führertreue über Ideologien hinausgeht – stellt herkömmliche Vorstellungen von politischer Macht infrage. Indem er historische Analysen mit modernem Populismus verknüpft, unterstreicht er, wie leicht Fanatismus Fuß fassen kann. Die lange ignorierte Warnung Kelleys wirkt heute dringender denn je.
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