WACKER eröffnet 300-Mio.-Euro-Anlage für Halbleiter-Polysilizium trotz Rekordverlusts
WACKER eröffnet 300-Mio.-Euro-Anlage für Halbleiter-Polysilizium trotz Rekordverlusts
WACKER eröffnet neue 300-Millionen-Euro-Produktionslinie für ultrareines Halbleiter-Polysilizium in Burghausen und festigt damit seine Position als weltweiter Marktführer
Der Chemiekonzern WACKER hat in Burghausen eine neue Produktionsanlage für hochreines Polysilizium in Betrieb genommen, das in Halbleiterchips zum Einsatz kommt. Die 300 Millionen Euro teure Anlage ist seit Juli 2025 aktiv und liefert Material, das heute in jedem zweiten Computerchip verbaut wird. Trotz dieses Erfolgs verzeichnete das Unternehmen für das Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, bedingt durch Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten.
Gleichzeitig startete die Gruppe ihr bisher größtes Sparprogramm mit dem Namen PACE, das durch Stellenabbau und Effizienzsteigerungen jährlich über 300 Millionen Euro einsparen soll.
Die neue Produktionsstätte in Burghausen stärkt WACKERs Stellung in der Halbleiterbranche, wo die Nachfrage weiterhin stabil bleibt. Bis 2026 erwartet das Unternehmen in diesem Segment ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich und übertrifft damit Konkurrenten wie OCI und Hemlock. Diese Expansion erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Marktes für Halbleiter-Polysilizium, der 2026 ein Volumen von 1.138 Tonnen erreichen soll – unabhängig von den Herausforderungen im Solarsektor.
Die Finanzzahlen für 2025 zeigen jedoch ein anderes Bild: Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro, während das EBITDA um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro einbrach. Hohe Energiekosten, nicht ausgelastete Produktionskapazitäten und sinkende Preise belasteten die Bilanz. Infolgedessen wird WACKER für das Jahr 2025 keine Dividende vorschlagen.
Als Reaktion auf die schwierige Lage führte das Unternehmen im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE ein, das jährliche Einsparungen von 300 Millionen Euro zum Ziel hat. Dabei sollen über 1.500 Stellen abgebaut werden, vor allem in Deutschland, um Produktions- und Verwaltungskosten zu senken. Für 2026 prognostiziert WACKER einen leichten Umsatzanstieg, während das EBITDA zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro liegen dürfte.
Langfristig setzt der Konzern auf profitables Wachstum durch Spezialprodukte, Halbleitermaterialien und Innovationen in der Biotechnologie. Für das erste Quartal 2026 wird ein Umsatz von 1,35 Milliarden Euro erwartet – leicht unter dem Vorjahreswert, bedingt durch Währungseffekte.
Die neue Polysilizium-Produktion unterstreicht WACKERs Führungsrolle bei Halbleitermaterialien, auch wenn das Unternehmen ein schwieriges Finanzjahr hinter sich hat. Durch Stellenstreichungen und Kostensenkungen im Rahmen von PACE soll die operative Stabilität gesichert werden, während gleichzeitig der Fokus auf hochmargige Segmente gelegt wird. Für 2025 erhalten die Aktionäre keine Dividende, da das Unternehmen seine Kräfte auf die Erholung und langfristige Strategie konzentriert.
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